Kirsten Winkelmann wartete, bis jemand auf dem Mond gelandet war, bevor sie es für sicher hielt, auf der Erde zu landen. Obwohl sie bei der Geburt abging wie eine Rakete, verpasste sie den Karnevalsbeginn 1969 um ein gutes halbes Stündchen. Um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, düste sie mit fünf Jahren in die Schule, musste jedoch feststellen, dass man sich dort nicht wirklich amüsieren kann. Auch die anschließende Ausbildung zur Diplom-Finanzwirtin (FH) war nicht gerade
„spa(ß oder c)ig“. Es folgte ein kleiner Ausflug an die Uni Hannover, der nicht nur mit einem ersten juristischen Staatsexamen, sondern auch mit der Erkenntnis belohnt wurde, dass „Kirsten“ für sie „Christin“ bedeutet und ein ganzes Universum von Gotteserfahrungen auf sie wartet. Vier solcher Erfahrungen drangen nach der Hochzeit 1994 in Form von Mini-Raketen (auch „Racker“ genannt) in ihr persönliches Universum ein und hielten sie bis heute vom Referendariat ab. Eine damit einhergehende geistige Unterforderung zwang sie an den „Schreib“tisch. Von dort aus versucht sie nun, ihre geistigen, hoffentlich geistreichen und immer auch geistlichen Erkenntnisse an den Leser zu bringen.